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18.05.2014 | „Qualität ist gut, nachhaltige Qualität ist besser“

Ein Vergleich mehrerer Generationen zeigt den technischen Fortschritt, aber auch die Qualität und Langlebigkeit

Elektro-Mehrwege-Seitenstapler im Generationenvergleich

FULDA / HANNOVER, 18.5.2014. Ob ein Flurförderzeug gut ist, zeigt sich tagtäglich im Einsatz. Ob ein solches Gerät jedoch nachhaltig gut ist, zeigt sich erst nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten. Bei einem Holzhandel-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen fahren Hubtex-Geräte der neuesten Generation und Hubtex-Geräte aus den 90-er Jahren. Ein direkter Vergleich gibt interessante Hinweise auf den vielfältigen Fortschritt im Bereich der Flurförderzeuge.

Design, Beulen und Schrammen des gelblichen Elektro-Vierwege-Seitenstapler VQ 35 lassen keinen Zweifel aufkommen, das Gerät ist älteren Baujahres. Daneben „glänzt“ der neue Elektro-Mehrwege-Seitenstapler von Hubtex in Orange und modernem Design. Beide Generationen haben für den Holzhändler bis heute nebeneinander ihre Daseinsberechtigung. Fairnesshalber muss man sagen, dass der alte VQ 35 in den 90-er Jahren zu den Spitzengeräten im Markt gehörte. Selbst unter diesen Voraussetzungen wird deutlich, wie viel Fortschritt Hubtex seitdem in die Elektro-Seitenstapler einbaute.

Der VQ 35, ausgerüstet mit einem Drei-Stufen-Hubgerüst, verfügt über eine Grundtragkraft von 3500 kg bis zu einer Hubhöhe von 3,5 m. Die neuen Hubgerüste erhöhen die Grundtragfähigkeit bis auf 5 m. Die verbesserte Durchsicht bezeichnen die Bediener als hilfreich und nützlich.

Die Antriebstechnik wurde von Gleichstrom- auf Drehstrommotoren umgestellt, die wesentlich langlebiger sind und zudem weniger Reparaturen und Servicekosten nach sich ziehen als Motoren mit Gleichstromtechnik. Die älteren Radnaben-Motoren arbeiten noch mit offenen Kohlebürsten und sind daher schonungslos allen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Die modernen Drehstrom-Motoren hingegen sind gekapselt.

Zeitgleich mit den AC-Antrieben wurden auch in den Hubaggregaten leistungsstärkere Drehstrommotore eingebaut. Logischerweise sorgen diese für höhere Hubgeschwindigkeiten.

Seitlich des Mastes liegende Anschlüsse für Schläuche und Umlenkrollen waren in den 90-er Jahren noch Stand der Technik. Heute sind bei Hubtex-Geräten sämtliche beweglichen Teile hinter dem Hubgerüst installiert. Dies bewirkt eine geringere Reparaturanfälligkeit und reduziertes Risiko für Waren und Fahrer: Er kann mit den herausstehenden Mastteilen nicht mehr die Regale touchieren und dadurch beispielsweise die Schlauchtrommeln abreißen.

Moderne Steuerungstechnik sorgt bei dem modernen Gerät für schnelleres Agieren und feinfühliges Lenken. Außerdem erlaubt das neuere Gerät dank seiner elektronischen Lenkungen Kreis- und Diagonalfahrten. Das ältere Gerät mit elektro-mechanischer Lenkung steht hier deutlich zurück: Die Taktung von elektronischen Lenkbewegungen, wodurch der Fahrer die Richtung einseitig an einer Schiene ausrichtet, schafft erst die junge Generation. Immerhin: Den Nutzen beim Fahrkomfort mittels Pendelrahmen hatte der „Oldie“ auch schon, wenngleich der Neue hier über eine feinere Abstimmung verfügt.

Deutlich zeigt sich der Fortschritt beim Kabinen-Design: Einstieg, Sichtverhältnisse, Sitzposition und die Instrumente, z.B.  Joystick und Hubtex-Informationsterminal (HIT2) zeigen sich deutlich optimiert. Weitere Verbesserungen gab es bei der Schwingungsdämpfung sowie der Abstimmung zwischen Fahrer, Fahrersitz und der Anordnung der Bedienelemente. Dennoch: Was den Arbeitsplatz Kabine sowie Sicherheit und Wohlbefinden des Fahrers angeht, war auch der alte Hubtex seiner Zeit voraus.

Der auch vom Gesetzgeber vorangetriebene Fortschritt bei der Arbeitssicherheit zeigt sich bei der laserbasierten Personenschutzanlage. Durch den Einbau einer Regalgangerkennung auf Basis von Ultraschallsensoren und Transpondern erkennt das Fahrzeug selbstständig, dass es sich im Regalgang befindet. Die Personenschutzanlage sorgt für automatisches Bremsen des Fahrzeuges in Gefahrensituationen innerhalb des Schmalgangs. Dies erhöht die Sicherheit und ist im Vergleich zu alternativen Personenschutzanlagen eine kostengünstige Lösung.

Einen weiteren wesentlichen Fortschritt sieht man den neuen Elektro-Mehrwege-Seitenstaplern von außen nicht an, wohl aber bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung: Energieeffizienz und Leistung der neuen Generation haben sich um mehr als 20 Prozent verbessert.