Kollisionsrisiko im Schmalgang: HUBTEX stellt patentierte Gangüberwachungshilfe vor
In Schmalganglägern bewegen sich Mehrwegestapler häufig mit nur geringen Sicherheitsabständen. Kollisionen mit herausragenden Lasten stellen dabei ein wiederkehrendes Sicherheitsrisiko dar. Um dieses Risiko nachhaltig zu minimieren, hat HUBTEX eine patentierte Gangüberwachungshilfe entwickelt: Ein System aus Lasersensoren, das überstehende Lasten frühzeitig erkennt, den Fahrer warnt und die Fahrgeschwindigkeit automatisch reduziert.
Herausforderung Schmalgang: minimale Abstände, eingeschränkte Sicht
HUBTEX Mehrwege-Seitenstapler kommen häufig in Schmalganglagern zum Einsatz. Um die Lagerkapazität optimal auszunutzen, werden die Fahrzeuge über Führungssysteme mit sehr geringen Sicherheitsabständen geführt: oft bleiben pro Seite weniger als 100 Millimeter. Das erhöht die Flächeneffizienz, schränkt die Sicht der Fahrer jedoch ein. Besonders kritisch wird es, wenn Langgut schief eingelagert ist oder beim Auslagern die Nachbarlast mitbewegt wurde: Teile ragen in den Gang, sind aus der Kabine, vor allem auf der Aggregatseite, nicht immer rechtzeitig erkennbar. Die Folge können Anfahrkontakte und teure Schäden an Chassis, Batterie, Kabine oder am Regal sein. Im Holz‑, Metall‑ und allgemeinen Industriehandel mit hunderten Bewegungen pro Tag gehört diese Konstellation zum Alltag.
Patentierte Lösung: Umfeldüberwachung mit laserbasierter Sensorik
Um diese Risiken zu reduzieren, hat HUBTEX eine Gangüberwachungshilfe entwickelt, die den vertikalen Gefahrenbereich entlang der Regale überwacht und bei Bedarf automatisch reagiert. Das System arbeitet mit Lidar Sensoren, die vertikale Ebenen im Fahrzeugumfeld auswerten. Je nach Fahrzeugkonfiguration werden die Sensoren an geeigneten Positionen angebracht und scannen sowohl in Hauptfahrtrichtung als auch entgegen dieser Richtung. Dadurch lassen sich herausragende Lasten frühzeitig erkennen – unabhängig davon, ob der Stapler vorwärts oder rückwärts in den Gang einfährt. Der überwachte Bereich passt sich dynamisch an zentrale Parameter an: Geschwindigkeit, Hubhöhe und Konfiguration steuern die Größe der Schutzfelder. So entsteht eine präzise, bedarfsgerechte Erfassung potenzieller Kollisionszonen, ohne den Fahrer mit zusätzlichen Bedienhandlungen zu belasten.
Einordnung: Die Gangüberwachungshilfe ersetzt die Personenschutztechnik nicht, sondern ergänzt sie um Kollisionsschutz bei aus dem Regal herausragenden Lasten.
Ab sofort für die PHOENIX-Serie verfügbar
Erkennt das System ein Hindernis, erfolgt zunächst eine Warnung. Bei Bedarf reduziert die Steuerung automatisch die Fahrgeschwindigkeit, um den Anfahrkontakt zu vermeiden oder dessen Folgen zu minimieren. Ziel ist eine Assistenz, die die Aufmerksamkeit der Fahrer sinnvoll ergänzt und den Materialfluss in dichten Layouts stabil hält. „Unser Ziel war es, ein Assistenzsystem zu entwickeln, das den Fahrer aktiv unterstützt, ohne ihn zusätzlich zu belasten“, sagt Michael Röbig, Bereichsleiter Produktmanagement bei HUBTEX. „Die Gangüberwachungshilfe erkennt gefährliche Situationen frühzeitig und kann bei Bedarf nicht nur warnen, sondern auch die Geschwindigkeit des Fahrzeugs automatisch reduzieren.“ Das System ist ab sofort für die PHOENIX Serie verfügbar und ergänzt bestehende Personenschutzscanner um den Schutz vor in den Gang hineinragenden Waren.
Erfahren Sie mehr über die Gangüberwachungshilfe auf der LogiMAT
Besuchen Sie uns vom 24. bis 26. März 2026 auf der LogiMAT und informieren SIe sich über die Gangüberwachungshilfe!
Sie finden uns in Halle 10 am Stand 10C31