Checkliste für Gebrauchtstapler
Immer mehr Unternehmen treffen die Entscheidung, gebrauchte Gabelstapler zu beschaffen. Beim Gebrauchtkauf lässt sich gegenüber dem Neupreis einiges an Geld sparen. Wichtig natürlich, dass der Gebrauchtstapler auch hält, was sein Verkäufer verspricht. Auf dem Gebrauchtmarkt der Gabelstapler ist jeder technische Zustand vertreten, vom neuwertigen Stapler bis zum Bastlerobjekt. Beim Kauf gibt es viele Aspekte zu beachten, die auf jeden Fall überprüft werden sollten. Nicht alle Mängel sind für den Laien zu erkennen.
Mit dieser Checkliste für Gebrauchtstapler erhalten Sie eine praktische Hilfe für die Sichtung und Überprüfung Ihres künftigen Staplers. Vom äußeren Zustand bis zu den einzelnen Komponenten und ihrer Funktion reicht die Liste der Punkte, an denen Sie sich zur Prüfung orientieren können.
Bevor Sie bei vermeintlichen Schnäppchen zuschlagen, sollten Sie sich zuerst die Frage stellen: Ist der Stapler wirklich das richtige Gerät für den geplanten Einsatzzweck? Passt das Fahrzeug durch die Durchfahrtshöhen und in die Arbeitsgangbreiten im Betrieb? Zu Beginn ist es wichtig, zu wissen, wo der Stapler eingesetzt werden soll. So können die Rahmenbedingungen und Eigenschaften festgelegt werden. Typischerweise sollten diese Punkte vor dem Kauf abgeklärt werden:
Ein wichtiger Aspekt bei der Motorenauswahl ist der Einsatzort. Soll der Stapler ausschließlich in geschlossenen Gebäuden, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich oder vor allem auf dem Gelände genutzt werden? Der Einsatzort bestimmt maßgeblich, welche Antriebsart (Elektro- oder Verbrennungsmotor) für den Stapler infrage kommt.
Hubmast und Gabeln werden im Betrieb mechanisch besonders stark belastet, sodass bei einem Gebrauchtmodel besonders darauf geachtet werden sollte, dass diese Teile in Ordnung sind.
Bei einem Elektrostapler ist der Zustand der Batterie ein wichtiges Kriterium für den Verkaufspreis.
Hier sollte alles vorhanden sein und funktionieren. Auch Kleinigkeiten können sich am Ende zu großen Kosten addieren, mit denen man zunächst nicht rechnet.
Der Kauf neuer Bereifung kann einen entscheidenden Kostenfaktor darstellen. Prüfen Sie die vorhandenen Reifen, so können Sie die kommenden Reifenkosten abschätzen. Gepflegte Reifen ohne nennenswerten Verschleiß sind ein gutes Zeichen. Ausbrüche und große Schnitte in den Reifen deuten auf ein nahendes Ende hin.
Neben dem Motor sind die Bremsen und Lenkung elementare Funktionen, die ohne Kompromisse funktionieren sollten. Hier geht es um Sicherheit. Beim Funktionstest der Bremsen ist es gut, auf die gleichmäßige Bremswirkung zu achten. Offensichtliche Beschädigungen oder fehlende Teile bedeuten eine unklare Reparaturausgabe für die nahe Zukunft. Leckagen am Bremssystem gefährden den sicheren Betrieb.
Die Karosserie muss auf offensichtliche Makel oder gar Schäden überprüft werden. Ein Gebrauchtstapler, der optisch keinen gepflegten Eindruck macht, oder Dellen an der Karosserie deuten auf groben Umgang mit dem Fahrzeug hin.
Sind alle Papiere, Prüfberichte und Unterlagen vorhanden und vollständig? Ein Blick in die Gewährleistungsunterlagen informiert darüber, wie lange die Garantie gilt, was sie abdeckt und was davon ausgenommen ist.
Eine persönliche Besichtigung der Maschine bringt deutlich mehr Erkenntnisse über den Zustand als schriftliche Angaben. Wenn beim Check Mängel zutage treten, muss der Käufer selbst entscheiden, ob er diese Tatsache akzeptiert und der Verkaufspreis die zu erwartenden Reparaturen berücksichtigt.