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Wärmepumpen-Logistik: Energiewende auf sicherer Spur
Am neuen Produktions- und Lagerstandort in Spittal an der Drau setzt iDM Energiesysteme auf einen induktionsgeführten Elektro-Mehrwege-Seitenstapler vom Typ Hubtex Phoenix MQ35. Bei einer Gangbreite von nur 2.830 mm werden damit Wärmepumpen mit insgesamt mehreren Tonnen Gewicht bis zu einer Höhe von 7,20 m präzise ein- und ausgelagert.
In den Neubaugebieten von Österreich oder Deutschland stehen sie vor fast jedem Haus: Wärmepumpen sorgen dort klimaschonend und effizient für Wärme im Winter und Abkühlung im Sommer. Zu den großen Anbietern auf diesem Markt gehört die österreichische iDM Energiesysteme GmbH. In Spittal an der Drau hat das zur PLETZER Gruppe gehörende Familienunternehmen im April 2022 einen neuen Produktionsstandort in Betrieb genommen, der im Mai 2025 durch ein Auslieferungslager ergänzt wurde.
In einer 1.100 qm großen Halle lagern bis zu 400 palettierte Wärmepumpen in den unterschiedlichsten Gewichten und Größen. Die Bandbreite reicht vom Europaletten-Maß bis hin zum 2,1 m hohen Top-Modell mit einer Grundfläche von 3,9 x 1,1 m. Eine von Stow konzipierte Regalanlage mit zehn Kragarmregalen und einer Gangbreite von nur 2.830 mm sorgt für größtmögliche Raumeffizienz. Die bis zu 1.000 kg schweren Wärmepumpen mit asymmetrischer Lastverteilung werden hier auf vier Ebenen in einer Höhe von maximal 7,20 m aufbewahrt.
Hubtex einziger Anbieter
Von Anfang an war klar, dass für diese anspruchsvollen Rahmenbedingungen nur ein sehr leistungsfähiges und kompaktes Flurförderzeug in Frage kam. Bereits in einer frühen Planungsphase wurde deshalb Hubtex Maschinenbau in das Neubau-Projekt einbezogen. „Hubtex war der einzige Anbieter, der ein für unsere speziellen Anforderungen optimiertes Fahrzeug bauen und liefern konnte“, erinnert sich Standortleiter Michael Lasser.
Zu den Besonderheiten des für iDM konfigurierten Elektro-Mehrwege-Seitenstaplers gehört die Induktionsführung, mit der die 2.730 mm breite Maschine millimetergenau und sicher durch die schmalen Gänge zwischen den Regalen gesteuert wird. Das Einfräsen der zehn mittigen Induktionsspuren, mit einer Länge von jeweils rund 30 m, in den Industrie-Betonboden gehörte ebenfalls zum Lieferumfang von Hubtex.
Antenne erkennt Transponder
Sobald sich der Fahrer beim Ein- oder Auslagern dem gewünschten Gang nähert und die Funktion „Leitdrahtsuche“ aktiviert, erkennt die Hochfrequenzantenne des Staplers den Induktivdraht und das Fahrzeug richtet die Räder automatisch auf Längsfahrt beziehungsweise Gangeinfahrt aus. Mithilfe von zwei Kameras und einem unter dem Schutzdach montierten Flachbildschirm sieht der Bediener den vor ihm liegenden Fahrweg.
Durch die präzise Steuerung konnte iDM beim Bau der Anlage sogar auf den Anfahrschutz vor den Regalen verzichten. Der eigentliche Vorteil besteht jedoch in dem enormen Raumgewinn:
"Der Mindestabstand zu jeder Seite beträgt hier nur 150 mm, so dass wir die Hallenbreite optimal nutzen konnten", berichtet Lagerleiter Christian Krieber. "Dank induktiver Führung haben wir im Vergleich zu einer herkömmlichen Steuerung drei Regalreihen mehr untergebracht", ergänzt Michael Lasser.
Durch die im Boden integrierte Lösung lassen sich die Gangreihen außerdem viel besser reinigen, was bei einer Schienenführung nur mit hohem Aufwand möglich ist.
Positionieren mit Laserlicht
Der Lasttisch sitzt auf einer verstärkten Hubschere mit einem vertikalen Nutzhub von 900 mm. Das reduziert die Verlusthöhe beim Einlagern in den oberen Regalfächern und verbessert die Ergonomie. Gleiches gilt für die am Lasttisch angebrachten Kreuzlinienlaser. Deren Lichtführung erleichtert beim Ein- und Auslagern von Paletten das Positionieren der Teleskopzinken in der korrekten Regalhöhe. Zwei zusätzliche Linienlaser unterstützen das Finden der optimalen Hubhöhe beim rechts- oder linksseitigen Kommissionieren.
Sobald die Plattform die passende Position erreicht hat, können die in Einzelkartons verpackten Türen vom Regal auf den Lasttisch verschoben werden. Dank einer konstruktiven Besonderheit gelingt dies mit minimalem Kraftaufwand. Der EZK 20 verfügt auf beiden Seiten über eine von oben absenkbare Hub-Aufziehschranke, an deren Oberseite drei Laufrollen angebracht sind. Beim Verschieben der bis zu 90 kg schweren Türen auf den Kommissionier-Stapel laufen die Pakete sanft über die Laufrollen, die damit den Widerstand spürbar verringern.
Welcher Mehrwegestapler passt zu Ihren Anforderungen?
Automatischer Bremsvorgang
Neben dem Gewinn an Platz und Sauberkeit bringt die Induktionsführung ein deutliches Plus an Sicherheit. Denn mit Hilfe der im Boden eingelassenen Transponder kennt der Stapler seine aktuelle Position und reduziert vor dem Verlassen eines Gangs automatisch die Geschwindigkeit.
„Die Sicherheit wurde in diesem Projekt sehr großgeschrieben. Dafür spricht auch die im MQ35 verbaute Personenschutzanlage mit beidseitig installierten Laserscannern“, erklärt Michael Schulz, Technischer Vertrieb Österreich bei Hubtex.
Die Personenschutzanlage verhindert, dass im Gang befindliche Menschen oder Gegenstände gefährdet werden. Beim Erkennen eines Hindernisses wird automatisch ein Bremsvorgang eingeleitet. Eine Weiterfahrt ist erst möglich, wenn die Person den Gefahrenbereich verlassen hat oder der Gegenstand entfernt wurde.
Zum Sicherheitskonzept des MQ35 gehört nicht zuletzt auch das Abschalten der Hubfunktionen bei Überlast. Angesichts der hohen Leistungsreserven des Elektro-Mehrwege-Seitenstaplers muss diese bei iDM jedoch kaum einschreiten. Bei einem Lastschwerpunkt von 820 mm kann der Phoenix MQ35 noch ganze 2.900 kg auf eine Höhe von 7.000 mm heben. Dank der integrierten Lastwiegeeinrichtung kann das tatsächliche Gewicht der jeweils geladenen Palette über ein separates Display abgerufen werden.
Hubhöhe exakt bestimmen
Für zusätzliche Sicherheit und Bedienkomfort sorgen zwei in die Gabelzinken eingebaute Kameras, deren Bilder an den Kontrollbildschirm in der Fahrerkabine übertragen werden. Diese helfen dem Bediener speziell beim Ein- und Auslagern in den oberen Regalebenen. Die Hubhöhe der Gabeln kann exakt bestimmt und Beschädigungen an der Ware vermieden werden. Neben den Live-Aufnahmen von der Gabelspitze wird am Kontrollbildschirm auch die aktuelle Gabelneigung angezeigt. Die Gabelnullstellung erfolgt per Tastendruck.
Pro Stunde fallen bis zu zehn Ein- und Auslagerungen an. Während die Paletten im Wareneingang direkt an der Rampe der benachbarten Produktion übernommen werden, stehen im Warenausgang Sattelzüge für das seitliche Beladen bereit. Um dabei mehrere Wärmepumpen nebeneinander auf der Ladefläche platzieren zu können, können die hydraulischen Teleskopgabeln um bis 1.000 mm auf eine Gesamtlänge von 2400 mm ausgefahren werden. Die an Bord befindliche 80 V Lithium-Ionen Batterie mit 610 Ah sorgt dabei für eine ausdauernde Stromversorgung. Mit dem leistungsstarken Ladegerät kann die Batterie in rund zwei Stunden vollgeladen werden.
Patentiertes Lenksystem
Eine weitere wesentliche Erleichterung bringt die im MQ35 verbaute HX-Lenkung. Das patentierte Lenksystem ermöglicht den Wechsel von der Längs- in die Querfahrt ohne Zwischenstopp, was das Manövrieren beschleunigt und vereinfacht. Außerdem minimiert die HX-Lenkung den Radverschleiß, weil der Fahrtrichtungswechsel während der Fahrt erfolgt und die Räder deshalb nicht mehr auf der Stelle drehen.
Fazit: „Beim Konfigurieren des Mehrwege-Seitenstaplers hat iDM aus dem Vollen geschöpft. Der Hubtex Phoenix MQ35 verfügt über eine Vielzahl an Systemen für mehr Sicherheit und Komfort“, stellt Michael Schulz fest. Allein die Induktionsführung und der damit verbundene Raumgewinn machen die Lösung zu einer sehr wirtschaftlichen Investition.